© 2019 ÄlpliGegenwind    Chrinäuli 15, 9622 Krinau, 071 511 20 06, aelpligegenwind@bluewin.ch                                  Impressum

seit 01.06.2019

Der Verein

ÄlpliGegenwind ist eine Vereinigung von Heimat-, Landschafts- und Naturschützern mit dem Ziel, das Älpli Krinau – ein Wander- und Naturparadies auf 1000m Höhe im Toggenburg – vor den geplanten Windkraftanlagen zu schützen.

Der Verein ÄlpliGegenwind sieht es als seine Aufgabe, Bevölkerung und Entscheidungsträger über die Gründe zu informieren, die gegen den Windpark Älpli Krinau sprechen. Diese Gründe werden von den Erstellern und Betreibern der Anlagen oft verschwiegen oder stark heruntergespielt. Der Verein wird alle politischen und juristischen Mittel einsetzen, um die Windkrafträder zu verhindern.

Die Gründungsversammlung fand am 7.4.2018 in Libingen statt – ein Dorf, das ebenso wie Krinau vom geplanten Windpark betroffen wäre. Unsere Mitglieder sind Anwohner aus der Region rund um das Älpli sowie weitere Bürger aus der Schweiz, die sich für den Schutz von Bevölkerung, Natur und Landschaft vor Windkraftanlagen engagieren.

Der Vorstand

Brigitta Schönbächler, Präsidentin

lebt auf einem Bauernhof in unmittelbarer Nähe des geplanten Windparks und fühlt sich von den Windriesen bedroht.

Ulrich Reimer, Aktuar

ist als Informatiker prinzipiell offen für neue Technologien, aber nur, wenn sie Mensch und Natur nicht schaden.

dringend gesucht, Kassier

I'm

Kurt Müller

sieht Infraschall als eine Bedrohung und will für das bisschen Strom aus den Windkraftanlagen die Gesundheit der Menschen nicht aufs Spiel setzen.

John Spillmann

ist Biologe und Kenner der Biodiversität des Tweralp-Hörnliberglandes; ist Autor des Buches „Die Alpenpflanzen des Tössberglandes".  

Julian Müller

ist in Krinau aufgewachsen, hat in der ganzen Schweiz gearbeitet und ist immer froh, nach Hause zu kommen, um dem Lärm und Stress zu entkommen; er sieht den geplanten Windpark als schädlich für Mensch und Natur an.

Benoit Kunz

engagiert sich für eine gesunde Natur und einen ruhigen Erholungsraum in und um Krinau.

Jahresbericht der Präsidentin zuhanden der 1. GV vom 1. März 2019

 

Am 7. April fand die Gründungsversammlung in Libingen mit 26 Gründungsmitgliedern statt. Es wurde relativ bald darauf die Homepage aufgeschaltet, eine erste Fotomontage mit dem Dorf und den geplanten Windrädern erstellt sowie das Gespräch mit den Eigentümern der Grundstücke gesucht, auf denen die Windturbinen zu stehen kommen sollen (Alpgenossenschaft, Fredi und Imelda Bühler), denn wenn die Eigentümer den Boden nicht zur Verfügung stellen, wäre das Windparkprojekt gestorben.

Der Verein hat mit Unterstützung eines Rechtsanwalts eine Stellungnahme gegen den im Richtplan vorgesehenen Windpark verfasst.

 

Ein Highlight war der Informationsanlass am 6. Juli in Wattwil mit etwa 100 Teilnehmenden. Für die Einladung wurde ein entsprechender Flyer per Postwurfsendung in den umliegenden Gemeinden verteilt (etwa 8'300 Adressen). Am Anlass stellte Thomas Grob von den Thurwerke AG den geplanten Windpark vor. Werner Ross referierte zum Thema Infraschall und dessen krankmachenden Auswirkungen, Martin Jäger zur Wirtschaftlichkeit von Windkraftwerken speziell in der Schweiz und Kurt Müller brachte die Argumente des Vereins ÄlpliGegenwind gegen den Windpark vor. Durch den Informationsanlass hatten wir eine gute Medienpräsenz mit neutraler, aber doch eher wohlwollender Berichterstattung.

 

Das Kunst-Happening «Alles Fassade» letzten Sommer in Krinau brachte viele Leute ins Dorf. Wir haben die Gelegenheit genutzt und drei Plakate an der Älplistrasse aufgestellt («Hilfe! Windkraftwerke zerstören unser Dorf!»). Es befand sich ein weiteres Plakat mitten im Dorf mit Flyern zum Mitnehmen. Leider wurde das von Unbekannten entfernt, nach Wiederaufhängung ein zweites Mal mitsamt Holzrahmen und Pfosten. An der Plakatwand beim Älpli hing ebenfalls ein Flyer von uns.

 

Eine Delegation des Vorstands hatte die Gelegenheit im November mit dem Gemeinderat Mosnang über den geplanten Windpark auf dem Älpli zu diskutieren und unsere Argumente dagegen vorzubringen. Die Diskussion lief sehr respektvoll. Benoit Kunz hat für diesen Zweck ein umfangreiches Dossier zusammengestellt, das auf Anfrage auch von anderen bezogen werden kann. Den Gemeinderat Wattwil hatten wir ebenfalls um ein Gespräch gebeten, doch hat er abgelehnt mit dem Argument, dass er zuerst den Richtplanentscheid abwarten möchte.

 

Als ein neues Austauschforum haben wir den «Wind-Höck» eingeführt, um verstärkt die Mitglieder des Vereins untereinander zu vernetzen und auch um vom Vorstand aus mehr direkten Kontakt mit den Mitgliedern zu haben. Der erste «Wind-Höck» fand am 17. Oktober im Rössli in Krinau statt.

 

Ein Treffen mit dem Vorstand von «Krinau aktiv» Anfang Dezember hatte zum Ziel, die bislang praktisch nicht existente Diskussion im Dorf anzustossen. Dazu schlugen wir eine durch einen externen Moderator moderierte Veranstaltung vor und baten den Vorstand von «Krinau aktiv» als neutrale Organisation, sich dem anzunehmen. Die Idee wurde positiv aufgenommen und der Vorstand «Krinau aktiv» versprach, sich dem Thema anzunehmen.

 

Wir haben ferner bei «Krinau aktiv» einen Antrag zur Aufnahme unseres Vereins als Mitglied gestellt. Durch die Mitgliedschaft würden wir von der Versicherungsdeckung des Vereins «Krinau aktiv» profitieren. Alle anderen Krinauer Vereine sind dort schon Mitglied. Über den Antrag wird auf der GV von «Krinau aktiv» im April abgestimmt – viele Stimmen für den Antrag werden benötigt!

 

Im Februar traf sich eine Delegation des Vorstands im Rahmen eines Eventhaus Höck mit der SP Lichtensteig. Unsere Informationen zum geplanten Windpark und unsere Argumente sind gut angekommen. Wir mussten auch hier wieder einmal feststellen, dass sehr viele Leute einfach zu wenig Informationen zu dem Projekt und seinen Auswirkungen haben.

Insgesamt gab es seit der Vereinsgründung sieben Vorstandssitzungen und drei «Wind-Höck» im Rössli.

Es wurde eine Reihe an Kontakten – per Brief, Email oder in persönlichen Gesprächen – geknüpft, u.a. mit den politischen Parteien im Toggenburg, mit den Kantonsräten, mit der Zeitschrift «Beobachter», für die das Thema Windenergie in der Schweiz im Moment nicht prioritär ist, mit der Franz Weber Stiftung, die uns ihre Unterstützung im Falle einer Baueingabe zugesichert hat, sowie mehrere Besuche bei Toni Brunner im Haus zur Freiheit in Ebnat-Kappel.

Unsere Kontakte zu verschiedenen Umweltorganisationen ergaben folgendes Bild: Birdlife ist dem Projekt gegenüber ablehnend, der WWF wartet eine eventuelle Baueingabe ab, bevor sie Stellung beziehen, der Denkmalschutz lehnt das Projekt ab, Nathur (Franz Rudmann) ist ebenfalls dagegen wegen der Auerhühner, die es auf dem Älpli potenziell gibt. Weitere vorläufige Kontakte gab es mit dem Landschaftsschutz und proNatura.  Unser Verein ist Mitglied im Dachverband «Freie Landschaft Schweiz».

Weitere Aktivitäten betreffen das Verfassen von Leserbriefen, neuen Fotomontagen von verschiedenen Standorten aus, die Auseinandersetzung mit den Wepferanlagen – einer neuen, alternativen Art von Windrädern, die effizienter sind, weniger gross und keinen Infraschall produzieren. Ferner waren wir an Veranstaltungen von «LinthGegenwind» und «Lebensqualität Braunau-Wuppenau» präsent.

Der Verein hat im Moment etwa 170 Mitglieder und Gönner.

Die momentane Hauptaufgabe des Vereins ist es, möglichst breit die Bevölkerung über die Ausmasse und die Auswirkungen von industriellen Windanlagen in der Schweiz (und insbesondere auf dem Älpli) zu informieren.

Bitte unterstützt uns dabei!

Krinau, 1. März 2019 - Brigitta Schönbächler